Wasser-Land-Balance

Wie gelingt es flusspferd, die rechte Balance zwischen Landund Wasser-Aufenthalten zu finden? Oder anders gefragt, wie schafft flusspferd es, dass weder das Fressen über das Schlafen noch das Schlafen über das Fressen die Oberhand gewinnt?

Zwischenruf der Kaiserin: Deine Sorgen möchte ich haben!

Sind Land und Wasser für ein Flusspferd-Leben per se gleichwertig? Oder ist ein Lebenselement dem anderen vorzuziehen? Wohl kaum, denke ich. Denn ein Flusspferd, das sich ausschließlich im Wasser aufhielte, wäre wohl irgendwann so müde, dass es ertrinken würde, und ein Flusspferd, das sich immer nur an Land tummelte, würde vielleicht nicht verhungern, aber in gewisser Weise doch vertrocknen…
Daraus schließe ich: Ein amphibisches Lebewesen wie das Flusspferd braucht beides, Wasser und Land, um ein glückliches Leben zu führen. (Und das gilt vermutlich auch für das Schlafen und Fressen).

Rückfrage an die Kaiserin: Und wie ist das bei euch?

Antwort der Kaiserin (noch spätabends am PC): Ach, geh mir doch!

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Eine Hippothese

Mein neues Lieblingswort:

hippothetisch – ist es nicht herrlich? –

und auch eine Hippothek wäre doch nett, finde ich.

In diesem Sinne:
Allen Hippo-Freundinnen und -Freunden ein wunderschönes, flusspferd-reiches Jahr!

 

Big Five

Für uns Flusspferde ist es eigentlich unvorstellbar:

Warum gehören wir Flusspferde nicht zu den Big Five?

Interessant waren für die Großwildjäger der Kolonialzeit, die diesen Begriff geprägt haben, offenbar nur die Tiere Afrikas, die mit Elfenbein, Horn und Fell auch vorzeigbare Trophäen erjagen ließen: der Elefant, das Nashorn, der Büffel, der Löwe und der Leopard. Das hat uns leider nicht davor geschützt, dass wir in weiten Teilen Afrikas bereits ausgerottet sind. Deshalb: Big Six oder Big Seven (in Allianz mit den Giraffen) wäre keine Alternative.

Doch lasst es euch gesagt sein: Keine Foto-Safari ohne Flusspferd!
(Von Safaris anderer Art bitten wir euch ohnehin Abstand zu nehmen).

 

 

 

Und es gibt uns überall!

Laon Westfassade
Kathedrale von Laon, Westfassade – Foto: Ch. W.

Das hat mich umgehauen!

Ein Flusspferd als Wasserspeier an einer gotischen Kathedrale?

ein schöner Traum! Leider behauptet der Mensch, der das Foto geschossen hat (und er muss es wissen, er ist ein versierter Kunsthistoriker seines Zeichens), die Skulptur sei wohl eher aus der Zeit von Viollet-le-Duc, also doch eher 19. Jh. – schade aber auch! Denn sonst werden wir Flusspferde im Mittelalter wenn nicht als Monster (nun ja, hier im Grunde auch), dann eben einfach als ‚Pferde im Wasser‘ dargestellt (ts, ts).

Trauer um Karl-Wilhelm: Der Flusspferdhimmel

War auf Tauchstation und hab es deshalb erst jetzt erfahren:
Karl-Wilhelm ist tot. Wie traurig!

Und da stellt sich die Frage, ob wir Flusspferde, wenn wir tot sind, auch in den Himmel kommen. Als atheistischer Anarchist müsste ich natürlich sagen, dass nach dem Tod einfach Schluss ist. Aber es wäre schon eine tröstliche Vorstellung zu glauben, dass Flusspferde nach ihrem Tod in eine Art Flusspferdhimmel kommen. Nur müsste der natürlich eigentlich aus einem großen Wasseerbassin bestehen, in dem wir nach Herzenslust plantschen können, noch besser wäre es, der Flusspferdhimmel würde die Gestalt eines breiten Flusses haben.  In diesem Sinne, lieber Karl-Wilhelm, wünsche ich Dir viel Spaß im

Flusspferdhimmelparadiesfluss.

Herdengefühle

Ich lebe wirklich gern in meiner Ersatz-Herde mit der Kaiserin und ihrem Mann, aber manchmal packt mich doch das Heimweh – vor allem, wenn man Bilder aus der Heimat bekommt:

Herde – Foto: Hassan M.

Flusspferde
sind die einzigen Philosophen,
die in der Herde

Geborgenheit

finden.